Sport und Ehrenamt
Die Sommermonate sind für viele Sportvereine in unserer Region alles andere als eine Ruhephase. Während sich die Teams intensiv auf die neue Saison vorbereiten, herrscht auf den Plätzen Hochbetrieb durch zahlreiche Kinder- und Jugendcamps. In den vergangenen Tagen habe ich die Gelegenheit genutzt, um mir vor Ort in Grimmen, Barth, Reinkenhagen und Trinwillershagen ein Bild von der aktuellen Lage zu machen, von großartigen Erfolgen ebenso wie von ernsten Herausforderungen.
Denn eines steht fest: Ohne das unermüdliche Ehrenamt würde in unseren Vereinen nichts laufen. Sportvereine sind weit mehr als nur Orte für Bewegung. Sie stiften Gemeinschaft, vermitteln Werte und lassen junge Menschen Verantwortung übernehmen. Damit diese wertvolle Arbeit Zukunft hat, reichen Engagement und Herzblut allein jedoch nicht aus. Es braucht verlässliche Rahmenbedingungen und intakte Sportstätten.
Zu Besuch in Reinkenhagen und Grimmen
SG Reinkenhagen: Bei der SGR durfte ich das Camp der Hansa Rostock Fußballschule besuchen. Besonders gefreut hat mich eine konkrete Erfolgsnachricht: Dank einer Förderung von 9.000 Euro durch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt konnte der Verein, dessen Dart-Abteilung erfolgreich in der 2. Bundesliga spielt, in neue Boards, eine Ballfanganlage und einen Zaun investieren. Ein starkes Zeichen dafür, dass Unterstützung dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Vielen Dank an Thomas Kuhn für den konstruktiven Austausch über die Zukunftspläne des Vereins!
Grimmener SV: Gemeinsam mit Heike Hübner habe ich den Kunstrasenplatz in Grimmen besichtigt. Hier herrscht dringender Handlungsbedarf: Der Platz ist von Löchern gezeichnet und muss dringend saniert werden. Um die Stadt hier zu entlasten, setze ich mich dafür ein, Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ zu prüfen.
Trinwillershagen: Sanierungsstau gefährdet sozialen Zusammenhal
Besonders besorgniserregend ist die Situation in Trinwillershagen. Die dortige Sporthalle aus den späten 1970er-Jahren leidet unter einem dramatischen Sanierungsstau. Seit der politischen Wende wurden lediglich Notfallreparaturen durchgeführt; zudem fehlt seit der Schulschließung im Jahr 2006 ein fester Schulträger.
Die Mängel sind akut: Das Dach ist massiv undicht. Bei starkem Regen müssen Eimer in der Halle verteilt werden. Ein regulärer Sportbetrieb ist dann unmöglich. Dabei ist die Halle für den Ort unverzichtbar: Der Sportverein zählt stolze 430 Mitglieder bei gerade einmal 1.160 Einwohnern. Über 30 Prozent der Menschen vor Ort sind hier ehrenamtlich aktiv! Im Winter ist die Halle die einzige Sportstätte und wird intensiv vom Verein, der Jugendfeuerwehr und der benachbarten Kita genutzt. Sie sichert den sozialen Zusammenhalt des gesamten Ortes.
Hilferuf aus Barth
Vor wenigen Tagen erreichte mich eine Einladung vom 1. Vorsitzenden des Vereins Holger Tesch. Ich sagte ihm umgehend zu und habe mir vor Ort ein Bild von der Arbeit beim SV Barth 1950 gemacht.
Rund 150 fußballbegeisterte Kinder und Jugendliche kicken hier in den verschiedenen Spielklassen. Sie vertreten ihren Verein und die Stadt Barth stolz in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Die 1. Männermannschaft behauptet sich stark in der Landesliga Ost - der zweithöchsten Spielklasse unseres Bundeslandes. Und die 2. Mannschaft zeigt nach ihrem Aufstieg in die Kreisoberliga, was in ihr steckt!
Aber zur Wahrheit gehört auch: Die Infrastruktur hält mit diesem sportlichen Erfolg nicht mehr Schritt. Die aktuelle Containerlösung war als Provisorium gedacht und ist komplett in die Jahre gekommen. In den Duschen und Umkleiden droht der Fußboden durchzubrechen. Das ist kein haltbarer Zustand für die Sportlerinnen und Sportler! Auch der Schulsport findet hier statt. Zudem wird dringend ein zweiter Kunstrasenplatz benötigt, um den vielen Trainingseinheiten gerecht zu werden.
Die Zusage für Fördermittel aus dem Bund steht. Das Problem: Die Stadt Barth muss einen finanziellen Eigenanteil leisten, was bei den aktuell knappen Kassen eine riesige Hürde ist.
Mein Versprechen: Die Stimme der Region in Berlin
Als Ihr Bundestagsabgeordneter kann ich lokale Probleme oft nicht per Knopfdruck lösen. Aber ich kann Türen öffnen. Ich werde weiterhin tatkräftig dabei helfen, passende Fördermöglichkeiten zu finden, die richtigen Ansprechpartner an einen Tisch zu bringen und die drängenden Anliegen aus unserer Heimat direkt nach Berlin zu tragen.